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Arbeitsmarkt

Niedrigste Arbeitslosenquote seit der Wiedervereinigung

Die Arbeitslosenquote in Sachsen betrug im Jahresdurchschnitt 6,1 Prozent. Nachdem die Quote in den vergangenen Jahren kontinuierlich sank, stieg sie 2020 bedingt durch die Corona-Pandemie um 0,6 Prozent im Vergleich zu 2019. Im Durchschnitt waren rund 128.669 Menschen ohne Arbeit.
Die Erwerbstätigkeit in Sachsen ist 2020 auf 2.048.900 Personen gesunken. Dies entspricht einem Minus von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Von den Erwerbstätigen waren mehr als 1,8 Mio. sozialversicherungspflichtig beschäftigt. (Quelle: Arbeitslosenquoten im Jahr 2019 / Statistisches Landesamt)

Arbeitslosenquote in Sachsen von 2002 bis 2019
Jahr Arbeitslosenquote in %
2002 17,8
2003 17,9
2004 17,8
2005 18,3
2006 17
2007 14,7
2008 12,8
2009 12,9
2010 11,8
2011 10,6
2012 9,8
2013 9,4
2014 8,8
2015 8,2
2016 7,5
2017 6,7
2018 6
2019 5,5

Starker Rückgang der Jugend- und Altersarbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren lag im Februar 2020 bei 6,1 Prozent. Damit hat sich die Jugendarbeitslosigkeit in den vergangenen 10 Jahren um etwa 75 Prozent verringert.
Auch in der Altersgruppe der 55-Jährigen und Älteren sank die Arbeitslosigkeit weiter. Sie lag im Februar 2020 bei 7,3 Prozent und damit 0,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. (Quelle: Agentur für Arbeit)

Vergleich Jugendarbeitslosenquote und Arbeitslosenquote in Sachsen von 2002 bis 2019
Jahr Jugendarbeitslosenquote in % Arbeitslosenquote in %
2002 15.4 17,8
2003 14.1 17,9
2004 14.6 17,8
2005 18.6 18,3
2006 16.9 17
2007 14 14,7
2008 12.5 12,8
2009 12.8 12,9
2010 11 11,8
2011 9.3 10,6
2012 8.6 9,8
2013 8.4 9,4
2014 7.7 8,8
2015 7 8,2
2016 7.4 7,5
2017 7.2 6,7
2018 6.7 6
2019 6.2 5,5

Bundesweit höchste Frauenerwerbsquote

Im Ländervergleich ist die Beschäftigungsquote von Frauen in Sachsen mit 64,6 Prozent am höchsten (Stand 2018). Deutschlandweit liegt die Beschäftigungsquote durchschnittlich bei 56,5 Prozent. Damit liegt die Quote weiblicher Beschäftigter leicht über der Quote männlicher Beschäftigter (64,4 Prozent). (Quelle: Agentur für Arbeit)

Überdurchschnittlich viele Frauen in Führungspositionen

Jedes Dritte Unternehmen in Sachsen wird von einer Frau geführt. Vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Erziehung und im Unterricht sowie im Einzelhandel und Gewerbe stehen Frauen an der Spitze. In den neuen Bundesländern liegt der Anteil von Frauen auf erster Führungsebene bei 31 Prozent, auf zweiter bei 45 Prozent. Damit ist der Anteil höher als im Westen Deutschlands, wo sich nur 25 Prozent der Frauen in der obersten Führungsebene und 39 Prozent in der zweiten befinden. (Quelle: IAB Betriebspanel / Commerzbank)

Positiver Wanderungssaldo seit 2011 vor allem durch junge Menschen

15.612 © Shutterstock / Syda Productions

Zum wiederholten Mal verzeichnete der Freistaat Sachsen 2019 einen positiven Wanderungssaldo. Zugezogen sind in Summe 100.119 Personen, fortgezogen hingegen 84.507. Demnach sind 15.612 mehr Menschen zugezogen als abgewandert. Vor allem durch Zuzüge aus dem Ausland ist der Saldo derart positiv. Seit 2011 verzeichnet der Freistaat mehr Zu- als Fortzüge, vor allem von jungen Menschen in die kreisfreien Städte. (Quelle: Statistisches Landesamt)

Pendlermobilität steigt weiterhin

2019 stieg die Anzahl der Menschen, die aus anderen Bundesländern oder dem Ausland nach Sachsen einpendeln, auf 128.455. Das waren 1.549 oder 1,2 Prozent mehr als noch 2018. Damit war die Pendlermobilität auf dem bisher höchsten Niveau. (Quelle: Agentur für Arbeit)

Anstieg der Löhne setzt sich 2019 fort

Sachsen gehörte 2019 zu den Bundesländern mit der größten Lohnsteigerung. Der Medianlohn stieg im Vergleich zu 2018 um 108 Euro auf 2.695 Euro. Im direkten Ländervergleich liegt der Medianlohn im Freistaat jedoch nur auf dem 14. Platz. (Quelle: Agentur für Arbeit, Regionaldirektion Sachsen)

Entwicklung des Medianlohns in Sachsen
Jahr Medianlohn in Euro Vorjahresveränderung in Euro
2012 2.109 72
2013 2.181 72
2014 2.251 70
2015 2.323 72
2016 2.388 65
2017 2.479 91
2017 2.587 108
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